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Chronik von Mahlberg und Michelsberg

Jahre 893 - 1200

Dr. Creutz, der Verfasser der Festschrift zur 600 Jahrfeier der Michaelskapelle, war der Meinung, daß der heidnische Kult mit dem letzten Opferfeuer auf dem ehemaligen “Malberg” um das Jahr 800 erlosch.

893

Nach dem Überfall der Normannen läßt der Abt Regino (892-899) von Prüm alle Grundgüter, welche der Abtei angehörten, in einem Lager- oder Registerbuch (Urbar) verzeichnen. In diesem Urbar wird im Jahre 893 der Ort “Maleberhc” erstmalig urkundlich erwähnt.

Wie im Kapitel 91 des Prümer Urbars zu erfahren, mußten die Grundholden der Abtei Prüm 250 Fuhren Wein und Getreide in Münstereifel abliefern, (Grundholden = Dienstmann, zum Frondienst verpflichteter Bauer).

In welchen Abständen dies zu geschehen hatte, ist nicht gesagt, wahrscheinlich handelte es sich um jährliche Fronleistungen. Ferner diente Münstereifel damals als Zwischenstation für die Fronlieferungen, die die Prümer Hintersassen in Schönau und Mahlberg von Altenahr zur Abtei, mit denen die Klosterleute im Bezirk Iversheim, Weingarten, Eicherscheid, Nöthen, Binsfeld, Rodert und Rohr beauftragt waren, ihren Weg über Münstereifel nahmen, läßt sich aus dem Text ebenso wenig beantworten wie die Frage, ob das Stift Verwaltungsaufgaben für die Abtei im Gebiet von Eifel und Ahr übernommen hat. Beides kann man nur vermuten (Hintersasse = zinspflichtiger Kleinbauer).

Zu dieser Zeit befinden sich in Mahlberg 4 1/2 Hufe. Ein jeder hatte von einer halben Hufe zwei Hühner, zehn Eier und sechs Denare zu liefern, oder ein halbes Leintuch zu fertigen. Außerdem mußte ein jeder zwei Morgen mit Pflügungen bestellen. Weiterhin waren Boten- und Spanndienste zu leisten. Die Güter bestanden aus 79 Morgen Fronland (Herrenland), Wiesen zu acht Karren (Ertrag) und Wald für 300 Schweine (Bucheckern- oder Eichelmast).

Unter Hufe oder Mansus versteht man eine landwirtschaftliche Betriebseinheit, gleichzeitig auch Besteuerungseinheit. Ein Mansus war etwa 20 Morgen groß und auf ihm hausten bis zu vier Familien.

Auf dem heutigen Michelsberg befand sich ursprünglich eine Kultstätte (Gerichts- oder Thingstätte, Mahal-, Madal-, Maleberg) des germanischen Gottes trdodan. Später war dort die Gerichtsstätte der sieben Honschaften des Hochgerichts Münstereifel.

Der Name ist auf den Ort am Fuße des Berges übergegangen und der Berg heißt seit der Christianisierung und Michaelsverehrung, Michaelsberg. Im Volksmund heißt er allgemein “Michelsberg”.

1169

Urkundliche Erwähnung des Ortes mit dem Namen “Madalberch”.

1200

Mahlberg gehört mit dem Gebiet des Michelsberges zur Pfarre St. Goar zu Schönau.

Die Jahre 1201 - 1500...

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Web    mahlberg.info

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