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Besatzungszeit nach dem 1. Weltkrieg

Nach Beendigung des 1. Weltkrieges gehörte Mahlberg mit den anderen Dörfern im Höhengebiet zur französisch besetzten Zone.

Die Besetzung dauerte bis 1927. Die französischen Besatzungstruppen waren in der Garnison von Euskirchen stationiert. Von hier aus kontrollierten sie das Umland durch berittene Patrouillen (Hundertschaften).

Die Soldaten verteilten an die Dorfkinder Schokolade, die manchen von ihnen bisher unbekannt war.

Einmal kam eine Patrouille wegen Verstoßes gegen das Besatzungsstatut nach Mahlberg. Anlaß war die Einweihung des Kriegerdenkmals zu Ehren der Gefallenen des 1. Weltkrieges mit den Klängen des Tambourcorps Eicherscheid im Jahre 1927. Feierlichkeiten mit militärischem Zeremoniell und das Tragen von Uniformen, wie auch das Tambourcorps sie trug, war den Deutschen in den besetzten Gebieten streng verboten.

Von einem Informanten benachrichtigt, aber dennoch zu spät, kam eine berittene französische Patrouille ins Dorf. Doch sie konnten niemanden mehr finden, da die Mahlberger Bevölkerung die Mitglieder des Tambourcorps und ihre Uniformen noch rechtzeitig versteckt hatten.

Auch war vorgekommen, daß die Franzosen die Fuhrleute mit ihren Pferden zur Schmiede beorderten, um sich geeignete und gute Pferde für den Eigengebrauch auszusuchen.

Die französischen Besatzungstruppen führten in dieser Gegend auch Manöver durch.

Nach mündlicher Uberlieferung älterer Bürger.

Edgar Faß

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Web    mahlberg.info

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